5 Denkfehler im Marketing von Erlebnisbetrieben

Shownotes

Viele Erlebnisbetriebe investieren in Social Media, Werbeanzeigen und Reichweite und kämpfen trotzdem mit Auslastung, Wiederbesuchen und nachhaltiger Nachfrage. In dieser Episode sprechen wir über die größten Denkfehler im Marketing von Freizeit-, Hospitality- und Erlebnisbetrieben. Eine Episode über Nachfrage, Besucherpsychologie und die Zukunft der Erlebnisökonomie.

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00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Episode von Buchungslage.

00:00:03: Heute sprechen wir über die größten Denkfehler im Marketing der Erlebnisbetrieben, und das Spannende ist viele dieser Fehler, die sieht man – und das durfte ich die letzten Jahre bei den vielen Betrieben immer und immer wieder feststellen – wie sieht man quer durch die gesamte Branche?

00:00:16: Egal ob Freizeitbetrieb, Immersive Experience, Family Entertainment, Museum, Wellness-Betrieb, Live Showkonzepte oder auch Hospitality Konzepte….

00:00:25: Viele Betreiber investieren zwar Geld in Marketing, digitales Marketing aber bauen trotzdem keine nachhaltige Nachfrage auf.

00:00:35: Und die Frage, die man sich als allererste stellen sollte ist zahlt das was wir hier tun in die konkrete Nachfrage ein?

00:00:44: und der Frage nach dem warum?

00:00:47: gehen wir jetzt hier in dieser Podcast Episode nach und werden dann auch schnell realisieren dass oft das falsche Verständnis von Marketing dem zugrunde liegt?

00:00:55: starten mit Denkfehler Nummer eins Mehr Reichweite bedeutet automatisch mehr Wachstum.

00:01:01: Das ist wahrscheinlich der häufigste Fehler überhaupt, den ich auch beobachten kann.

00:01:05: Viele Betriebe fokussieren sich gerade im digitalen Umfeld extrem auf Views, Reichweiten, Follower, Likes... das ist ja alles schön und gut weil man kann es auch sehr gut vergleichen!

00:01:15: Man kann sich mit der Konkurrenz sehr gut abgleichen.

00:01:17: dann höre ich oft den Satz wir haben viel mehr Follower auf Instagram als der Konkurent.

00:01:21: aber die eigentliche Frage lautet Ja zahlen diese Follauer und deren Aktivität in die konkrete Nachfrage Ein.

00:01:29: Denn Reichweite alleine löst keine wirtschaftlichen Probleme, ein Erlebnisbetrieb braucht Wiederbesuche Gruppenbuchungen stabile Wochenenden starke Ferienzeiten funktionierende Off-Peak Tage hohe Empfehlungsraten.

00:01:43: Und genau darüber wird dann im Marketing oft selten nachgedacht.

00:01:46: Man jagt sozusagen dem tausendsten Like nach, bevor man sich die Frage stellt ist diese Aktivität, die ja auch oft mit hohen Investments verbunden ist wie zahlt diese ganz konkret in die Nachfrage ein?

00:02:00: Da sind wir auch schon gleich bei Denkfehler Nummer zwei wenn wir über Social Media reden.

00:02:04: Marketing endet oft bei Social Media.

00:02:06: Viele Erlebnensbetriebe reduzieren ihr Marketing auf Instagram-Posts TikTok, ein bisschen YouTube und dann werden fleißig Werbeanzeigen geschaltet.

00:02:14: Aber das eigentliche Wachstum entsteht ganz oft an anderen Stellen.

00:02:19: Das sind am Ende des Tages Enabler die letztendlich potenzielle Kunden zuführen können.

00:02:25: aber sowas wie Angebotsstrukturen schleifen Pakete nachjustieren Gutscheinlogiken aufzubauen generell die ganze digitale Besucherreise zu optimieren Das Maximum sozusagen an Effizienz aus dem CRM rauszuholen, individualisierte Landingpages für bestimmte Offer zu bauen, Gruppenangebote zu schnüren.

00:02:50: Kontinuierlich am Newsletter zu arbeiten und zu gucken wie kann ich Wiederbesuchsmechaniken optimieren?

00:02:57: Das sind die eigentlichen Probleme auf die jegliche Aktivität letztendlich einzahlen muss!

00:03:06: Und das eigentliche Problem liegt bei den meisten Betrieben gar nicht im Content, gar nicht in der Art und Weise wie Werbung betrieben wird.

00:03:12: Sondern eher darin dass die Nachfragearchitektur, das heißt potenzieller Kunde trifft dann wirklich auf das konkrete Angebot und nicht nur auf dem Beitrag auf Instagram, dass diese Nachfrage-Architekture nicht sauber aufgebaut ist.

00:03:27: Wenn wir schon über den Kunden reden sind mal bei Denkfehler Nummer drei alle Zielgruppen werden gleichzeitig angesprochen.

00:03:32: Das sieht man auch extrem oft.

00:03:34: Eine einzige Landingpage versucht Familien, Touristen, Firmenkunden vielleicht sogar noch Schulgruppen anzusprechen und nebenbei werden auch noch Geburtstagspakete verkauft.

00:03:43: Und am Ende fühlt sich niemand so wirklich abgeholt!

00:03:48: Die Top-Erlebnisbetriebe die da draußen auch kontinuierlich im Wachstum sind auch digital immer und immer weiter optimieren und nachjustieren.

00:03:59: die führen ihre Besucher.

00:04:02: Menschen wollen heute nicht mehr suchen, sondern sie wollen an die Hand genommen werden und man will ja letztendlich schon wenn man auf die Website geht sozusagen in dieses Erlebnis was man dann auch real vor Ort erleben darf.

00:04:16: In dieses Erlebnis sozusagen oder für dieses Erleben ist abgeholt werden.

00:04:21: Denkfehler Nummer vier CRM wird unterschätzt.

00:04:24: Viele Betreiber denken, ja der Besucher war mal da perfekt vielleicht kommt er nochmal wieder oder empfiehlt uns seinem Netzwerk weiter.

00:04:31: aber genau dort beginnt eigentlich die Beziehung.

00:04:34: Der spannendste Wachstumhebel liegt bei Wiederbesuchern, Communityaufbau, Empfehlungen, saisonalen Reaktivierungen und trotzdem haben viele Betriebe kaum strukturierte CHM Prozesse.

00:04:47: Dabei wird die Besucherbindung ja in den nächsten Jahren wahrscheinlich einer der größten Wettbewerbsvorteile überhaupt.

00:04:52: Das heißt, wenn ein Betrieb auf einer Kundendatenbank von... Ich habe es schon oft untergekommen.

00:04:57: da sitzt der Betrieb irgendwie auf dreißig, vierzig teilweise fünfzigtausend E-Mail Adressen, die nie wirklich genutzt worden sind.

00:05:05: Es wurden nie Reaktivierungskampagnen gefahren.

00:05:08: Diese Listen wurden nie gepflegt.

00:05:10: Die wurden nie orchestriert.

00:05:12: und Das ist so schade, weil am Ende des Tages das sind ja alles Personen die man bereits davon überzeugen konnte seine Experience wahrzunehmen.

00:05:22: D.h.,

00:05:22: man ist nicht nur mit dem halben Fuß sozusagen in der Tür sondern man steht schon gemeinsam im Raum und beim Verlassen des Raumes tut man absolut gar nichts um diese Konversation und diesem Kontakt aufrecht zu erhalten.

00:05:35: Und dass es ein großer Denkfehler.

00:05:37: am Ende dieses Tages spielt natürlich Marketing auch eine große Rolle und sollte hier in der Priorität eine sehr große Rolle spielen, diese Reaktivierung von bestehenden Kunden mitzustützen.

00:05:53: Dann ist Denkfehler Nummer fünf – das ist auch der letzte Punkt den ich durchgehen will – zu operatives Denken!

00:06:00: Viele Teams arbeiten dauerhaft kurzfristig, kampanienorientiert reagieren auf das was aktuell passiert.

00:06:05: Aber die Fragen, die am Ende des Tages den Unterschied ausmachen in der langfristigen Sicht sind strategisch.

00:06:12: Das heißt die Frage sich auch immer wieder zu stellen wie entwickelt sich die Nachfrage?

00:06:16: Langfristig?

00:06:17: welche Zielgruppen sind nicht nur heute für uns wertvoll sondern wenn wir jetzt schon diese Zielgruppe aufbauen dann ist die Frage Sind sie auch für uns noch in anderthalb zwei drei Jahren relevant?

00:06:27: Ja, was zahlt wirklich kontinuierlich auf Wiederbesuche ein?

00:06:32: Nicht nur wir haben jetzt gerade irgendwie Aktion XY und versuchen jetzt hier sehr, sehr pushy und aggressiv wieder Besuche zu erzeugen.

00:06:39: Sondern wie können wir dauerhaft sicherstellen dass unsere Bestandskunden und Gäste auch wieder unsere Experience buchen?

00:06:48: schaffen wir es langfristig eine Community zu etablieren Und das zahlt ja auch dann drauf ein ist ja ein ganz großer Schmerzpunkt immer wieder ist.

00:06:56: Wie kann man die Nachfrage auch außerhalb von den absoluten Peakzeiten steuern?

00:07:00: Peakzeite heißen nicht ohne Grundpeakzeiten, sie sind voll.

00:07:03: da ist richtig was los.

00:07:04: aber wie schaffen wir so ein Spillover Effekt auf die Zeiten die vielleicht nicht so gut gebucht sind?

00:07:10: und wie können wir die nachfragen aktiver steueren?

00:07:13: und entwickeln dann natürlich hier auch im Marketing diese Kommunikation um diese Nachfrage zu pushen kontinuierlich weiter?

00:07:22: Und genau diese Fragen werden in vielen Betrieben noch viel zu selten gestellt.

00:07:27: Es ist aber umso wichtiger!

00:07:29: Ja, denn am Ende ist es so die Erlebnisökonomie.

00:07:32: Sie wird professioneller, es gibt mehr Wettbewerbs, es geht mehr Angebote und Konzepte vor allem auch mehr Vergleichbarkeit.

00:07:39: Und das bedeutet ganz konkret Die Gewinner der nächsten Jahre innerhalb dieser Industrie werden nicht unbedingt diese sind die am lautesten jetzt aktuell auf Instagram und TikTok schreien Sondern die Betriebe die schaffen die Nachfrage systematisch zu verstehen und zu entwickeln, um ihr Marketing immer wieder auf diese Zielsetzung sozusagen auszurichten.

00:08:01: Und das ist wahnsinnig wichtig!

00:08:04: Vielen Dank fürs Zuhören bis zur nächsten Episode.

00:08:07: Das war Buchungslage.

00:08:08: Mein Name ist Lukas Hoffmann.

00:08:09: Vielen Dank für das Vertrauen in meine Arbeit.

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