Warum ich zuerst aus guten Tagen... sehr gute Tage mache
Shownotes
Viele Betreiber schauen bei der Auslastung zuerst auf die leeren Tage. Ich schaue zuerst auf die guten. Denn es ist häufig deutlich einfacher und profitabler, einen bereits gut gebuchten Samstag weiter zu optimieren, als mit Rabatten und hohen Werbekosten künstlich Nachfrage für einen schwachen Dienstag zu erzeugen. Erst danach geht es um die schwachen Tage. Diese brauchen meistens nicht einfach einen Rabatt, sondern eine eigene Zielgruppe, ein passendes Produkt und einen konkreten Besuchsanlass.
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00:00:01: Okay, sprechen wir über gute Tage, schlechte Tage und warum ich zuerst aus guten Tagen sehr gute Tage mache.
00:00:07: Wenn ein Betreiber jetzt über Auslastung spricht dann richtet sich der Blick fast immer automatisch auf die leeren Zeiten.
00:00:12: Montag ist schwach, Dienstag kommt kaum jemand und Mittwoch Vormittag steht die Anlage de facto leer.
00:00:17: Also kommt schnell die Idee genau zu diesen Zeiten müssen wir jetzt Werbung, Aktionen, Rabatte fahren.
00:00:24: Wir müssen auf Teufelkommen raus diese Zeiten befüllen.
00:00:26: Das klingt erstmal logisch, aber wirtschaftlich ist es häufig der falsche Ausgangspunkt.
00:00:31: Wenn ich meinen Freizeitbetrieb oder eine Erlebnis-Destination ansehe dann versuche ich meistens zuerst aus den guten Tagen sehr gute Tage zu machen.
00:00:39: Nicht weil mir irgendwie die schwachen Tage egal wären sondern und das ist der entscheidende Unterschied, weil an den guten Tag bereits bewiesen ist dass die Nachfrage existiert.
00:00:46: Der Markt hat de facto bereits ja gesagt.
00:00:49: Wenn wir jetzt mal einen FreizeIT Betrieb nehmen, der an einem Samstag gut besucht ist Viele Familien suchen genau an diesem Samstag nach einer gemeinsamen Aktivität.
00:00:59: Sie schließen sich wohl möglich sogar zu Gruppen zusammen und dann besuchen sie die Website, vergleichen die Angebote und wollen eigentlich grundsätzlich buchen.
00:01:07: was passiert oft?
00:01:08: Der Betrieb ist trotzdem nicht vollständig ausgelastet.
00:01:11: ein Teil der Besucher springt von der Buchung ab.
00:01:14: viele wählen das günstigste Ticket weil die besseren Pakete nicht verständlich dargestellt und angepriesen werden.
00:01:21: Zusatzleistungen werden beispielsweise vor Ort oder auch gar nicht angeboten Und einzelne Zeiten sind stark gebucht, aber innerhalb des Samstag gibt es trotzdem Zeitfenster die Schwachbleiben.
00:01:33: Das Thema ist dass an diesem Samstag eine klare Nachfrage bereits besteht.
00:01:36: Ja das heißt der Betrieb muss keine neuen Besuchsanlass schaffen.
00:01:40: Dass der entscheidende Unterschied.
00:01:41: er muss einfach nur die vorhandenen nachfragen also einfache in Anführungsstrichen Die vorhandene Nachfrage besser nutzen besser durch monetarisieren eine klarere Buchungsstrecke, bessere Paketdarstellungen gezielter Empfehlungen sinnvoll platzierte Zusatzangebote und am Ende des Tages auch eine intelligente Steuerung der Zeitfenster.
00:02:01: Und so wird aus einem guten Samstag ein sehr guter Samstag!
00:02:04: Wenn wir jetzt mal den Vergleich ziehen zu einem schwachen Dienstag von mir arbeiten.
00:02:08: Kinder sind in der Schule Menschen haben grundsätzlich keinen Anlass.
00:02:13: das ist wichtig zu verstehen.
00:02:14: Menschen haben Grundsätzlich kein Anlass den Betrieb überhaupt an diesem Wochentag zu besuchen.
00:02:20: Und um trotzdem diese Gäste zu gewinnen, geht es jetzt los mit Werbekampagnen.
00:02:27: Rabatte, da fängt man aber bei zwanzig Prozent an endet irgendwann bei sechzig Prozent.
00:02:31: wundert sich dann irgendwann das immer noch die Auslastung zur Wünschen übrig lässt.
00:02:36: Das heißt, man muss nicht nur im Aufmerksamkeit zukaufen sondern man muss auch noch zusätzlich überzeugen den Alltag in dem Moment zu verändern und an einem Tag zu kommen, an dem normalerweise gar kein Besuch geplant ist.
00:02:54: Das bedeutet selbst wenn dadurch zusätzlich Gäste kommen stehen diesem Umsatz Werbekosten, Rabattierungen Und möglicherweise sogar eine Verschiebung von regulär zahlenden Gästen gegenüber.
00:03:08: Genau darin liegt der Unterschied.
00:03:09: am Samstag muss vorhandene Nachfrage besser konvertiert und monetarisiert werden.
00:03:13: Am Dienstag muss die Nachfrage häufig vollständig neu erzeugt werden.
00:03:19: Und deswegen beginne ich in der Regel dort, wo der Markt bereits ein funktionierendes Signal zeigt.
00:03:24: an guten Tagen ist die Kaufabsicht vorhanden Menschenplanenden Familienausflug einen Termenbesuch einen Kindergeburtstag oder ein gemeinsames Erlebnis und ich muss sie nicht erst davon überzeugen überhaupt etwas unternehmen zu wollen.
00:03:37: Ich muss am Ende als Betrieb nur dafür sorgen dass sie meinen Betrieb auswählen, den Buchungsprozess abschließen und das passende Angebot kaufen.
00:03:47: Und genau dort liegen häufig meine Erfahrungswerten nach die größten Umsatzlexe.
00:03:56: Das heißt vielleicht ist die Buchung unnötig kompliziert?
00:03:59: Vielleicht werden die besten Pakete auf der Website nicht klar erklärt!
00:04:01: Vielleicht sieht der Gast nur den Eintrittspreis obwohl ein höherwertiges Gesamtpaket für ihn eigentlich attraktiver wäre In der Gruppenkonstellation, in der er sich beispielsweise gerade befindet.
00:04:11: Vielleicht fehlen Upgrades Zusatzleistungen oder auch sinnvoll aufgebaute Bandels.
00:04:18: Oder der Betrieb ist generell insgesamt gut ausgelastet aber einzelne Zeitfenster bleiben halt schwach wie ich es vorhin schon erwähnt habe.
00:04:26: Das heißt aber ein guter Tag ist nicht automatisch ein vollständig optimierter Tag und da muss der Betrieb Und da arbeite ich eben mit Betreibern und Geschäftsführungen ganz konkret daran zu realisieren, dass selbst bei hoher Auslastung ein erhebliches Potenzial bestehen kann.
00:04:43: Wenn die Kapazität noch nicht ausgeschöpft ist dann kann ich trotzdem zusätzliche Gäste gewinnen!
00:04:49: Und wenn die Kapizität bereits voll ist – das ist ja auch oft eine Aussage, mit der ich mich dann konfrontiert sehe wie sinnvoll das Amster läuft Dann kann ich über Preisepakete Zusatzverkäufe und Produktmix arbeiten.
00:05:02: Oder ich kann natürlich auch die Nachfrage auf angrenzende Zeitfenster verschieben.
00:05:06: Wartelisten einsetzen, ausverkaufte Zeiten nutzen um Alternativen am Freitagabend oder Samstag Vormittag anzubieten.
00:05:12: Das heißt ein voller Samstag ist nicht das Ende des Wachstums.
00:05:15: ja er ist eine Nachfragepool mit dem ich arbeiten kann.
00:05:19: und ist es so?
00:05:19: trotz?
00:05:20: es ist so dass viele Betriebe und das kann ich durch die Bank weg beobachten ihr Marketing-Budget sofort in die schwächsten Tage pressen und gegen das natürliche Verhalten ihrer Kunden ankämpfen.
00:05:37: Fakt ist, die Frage lautet für mich nicht wo ist es leer?
00:05:41: Sondern die erste Frage, die ich mir stelle, ist Wo sehen wir bereits Nachfrage und wo gibt es innerhalb dieser Nachfrage noch Umsatzlecks, die wir schließen können.
00:05:50: Das Grundprinzip bleibt gleich!
00:05:52: Wachstum beginnt dort, wo bereits ein funktionierendes Signal vorhanden ist und Auslastung bedeutet nicht dass jeder Tag im Kalender gleichvoll sein muss.
00:06:00: Das Ziel ist nicht irgendwie ein optisch-gleichmäßig gefüllter Kalender.
00:06:04: das Ziel ist die vorhandene Nachfrage so profitabel wie möglich zu nutzen und anschließend kontrolliert neue Nachfragefelder aufzubauen.
00:06:11: ja und deswegen beginne ich nicht bei der größten Lehre im Buchungskalender sondern dort wo bereits Bewegungen im Kalendar sind.
00:06:20: Aus guten Tagen sehr gute Tage zu machen, ist für mich in der Zusammenarbeit mit den Freizeit-Erlebnis und Entertainmentbetrieben häufig der schnellste, effizienteste und profitabelste Weg zum Herumsatz.
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